Interview: Design030

Wann und warum wurde Ihre Agentur gegründet?
Sergej Hermoni: Design030 ist aus dem Wunsch entstanden, digitale Projekte nicht nur schön, sondern wirklich gut zu machen – strategisch, technisch und mit einem klaren Blick auf das Ergebnis. Über die Jahre habe ich mit großen Unternehmen, etablierten Marken und Projekten aus sehr unterschiedlichen Bereichen gearbeitet, von E-Commerce, Industrie und Healthcare bis hin zu KI, Energie und neuen digitalen Geschäftsmodellen.
Besonders spannend finde ich Aufgaben, bei denen es keine fertige Schablone gibt. Also Projekte, bei denen man erst einmal verstehen muss, worum es wirklich geht, wie man ein komplexes Angebot verständlich macht und wie daraus eine starke Marke oder ein digitales Produkt entsteht, das im Gedächtnis bleibt und funktioniert.
Genau daraus ist Design030 gewachsen. Wir wollten eine Agentur schaffen, in der Design, Technologie und Vermarktung nicht getrennt voneinander gedacht werden. Es geht uns nicht darum, einfach nur Websites, Shops oder Kampagnen umzusetzen. Unser Anspruch ist, Lösungen zu entwickeln, die gut aussehen, klar kommunizieren und einem Unternehmen dabei helfen, sichtbar zu werden, zu wachsen und echte Ergebnisse zu erzielen.
Was unterscheidet Ihre Agentur von anderen?
Sergej Hermoni: Bei Design030 betrachten wir digitale Projekte nicht als einzelne Disziplinen. Eine gute Website allein reicht heute oft nicht mehr aus. Entscheidend ist, wie Design, Technologie, Inhalte und Vermarktung zusammenspielen.
Deshalb reicht unser Leistungsspektrum von Webdesign, WordPress, Shopify und individuellen Onlineshops bis zu 3D-Modelling, Motion Design und der Integration von 3D-Inhalten direkt in Websites und Produktwelten. Gleichzeitig begleiten wir Unternehmen bei SEO, GEO, SEA, Social Media, Content, Online Advertising, Affiliate Marketing und der Vermarktung auf relevanten Marktplätzen.
Gerade bei komplexen Produkten oder erklärungsbedürftigen Leistungen ist diese Kombination sehr wertvoll. Ein Produkt kann technisch stark sein, braucht aber vielleicht eine bessere visuelle Inszenierung, eine verständlichere Website und gleichzeitig eine klare Strategie, um die richtige Zielgruppe zu erreichen.
Dafür arbeiten bei uns Spezialisten aus Design, Entwicklung, Projektmanagement, 3D und Marketing eng zusammen. Meine Aufgabe besteht häufig darin, diese Bereiche strategisch zusammenzubringen und aus vielen Einzelmaßnahmen ein schlüssiges Gesamtbild zu machen.
Welche Kernleistungen bietet Ihre Agentur an?
Sergej Hermoni: Wenn man es auf einen Satz reduzieren möchte: Wir entwickeln digitale Auftritte und helfen anschließend dabei, dass sie auch gesehen und genutzt werden.
Das kann ganz unterschiedlich aussehen. Für einen E-Commerce-Kunden entwickeln wir beispielsweise einen Shopify-Shop, optimieren Produktseiten und ergänzen den Auftritt mit 3D-Renderings oder Animationen. Bei einem Industrieunternehmen kann der Schwerpunkt dagegen auf einer technisch anspruchsvollen Website liegen, auf der ein Produkt durch Motion Design oder interaktive 3D-Elemente überhaupt erst verständlich wird.
Bei anderen Kunden beginnt unsere Arbeit erst nach dem Launch richtig: mit SEO, GEO, Google Ads, Social Media, Content, Affiliate-Programmen oder der Vermarktung über Marktplätze.
Wir haben deshalb keine einzelne „Standardleistung“, die für jeden Kunden gleich aussieht. Entscheidend ist, welche Kombination für das konkrete Geschäftsmodell sinnvoll ist.
Welche Trends prägen aktuell Ihr Leistungsangebot?
Sergej Hermoni: Spannend finde ich momentan vor allem, dass sich zwei Entwicklungen gleichzeitig verstärken: digitale Kommunikation wird technischer und zugleich visueller.
Auf der einen Seite verändert KI massiv, wie Inhalte erstellt, analysiert und gefunden werden. Für uns bedeutet das zum Beispiel, klassische SEO-Arbeit stärker mit GEO zu verbinden und Inhalte so aufzubauen, dass sie auch in KI-basierten Such- und Antwortsystemen verständlich sind. Gleichzeitig nutzen wir KI intern dort, wo sie Recherche, Analyse oder Produktionsprozesse sinnvoll beschleunigen kann.
Auf der anderen Seite steigen die Erwartungen an die Darstellung. Gerade bei Produkten aus Technologie, Energie oder Industrie wollen Unternehmen nicht mehr nur ein paar Fotos und Textblöcke zeigen. Deshalb arbeiten wir zunehmend mit 3D-Modellen, Produktanimationen, Motion Graphics und interaktiven Elementen direkt auf der Website.
Ich sehe diese Entwicklung positiv. Gute digitale Kommunikation wird dadurch anspruchsvoller, aber auch deutlich interessanter.
Wie messen Sie den Erfolg Ihrer Projekte?
Sergej Hermoni: Ich versuche, Erfolg möglichst früh konkret zu machen. Wenn ein Kunde sagt: „Wir brauchen eine neue Website“, ist das noch kein Ziel. Die wichtigere Frage lautet: Was soll danach besser funktionieren?
Bei einem Shop kann das mehr Umsatz, ein höherer Warenkorbwert oder eine bessere Conversion Rate sein. Bei einem B2B-Unternehmen vielleicht mehr qualifizierte Anfragen. Bei einer SEO- oder GEO-Strategie interessiert uns, ob relevante Themen tatsächlich sichtbarer werden. Bei SEA oder Social Advertising geht es unter anderem darum, wie viele brauchbare Leads oder Verkäufe mit dem eingesetzten Budget entstehen.
Es gibt aber auch Projekte, bei denen der erste Erfolg darin besteht, ein kompliziertes Produkt endlich verständlich zu präsentieren. Gerade hier können Design, 3D und Motion Design einen großen Unterschied machen.
Deshalb arbeite ich ungern mit einer einzigen Kennzahl. Ein erfolgreiches Projekt muss zu seinem Ziel passen – und dieses Ziel sollte man am Ende nicht nur sehen, sondern möglichst auch messen können.
Wie starten Sie typischerweise ein neues Kundenprojekt?
Sergej Hermoni: Am Anfang steht bei uns nicht das Design, sondern das Verstehen. Wir möchten zuerst wissen, was das Unternehmen eigentlich erreichen will, wie das Geschäftsmodell funktioniert, wer die Zielgruppe ist und wo aktuell die größten Hürden liegen.
Dazu schauen wir uns bestehende Daten, Wettbewerber, technische Voraussetzungen und bisherige Marketingaktivitäten an. Oft zeigt sich dabei, dass die ursprünglich angefragte Leistung gar nicht das eigentliche Problem löst.
Erst danach definieren wir gemeinsam Prioritäten, Ziele und den sinnvollsten Projektaufbau. Je nach Aufgabe stellen wir das passende Team aus Strategie, Design, Entwicklung, 3D oder Marketing zusammen. So vermeiden wir unnötige Maßnahmen und schaffen von Anfang an eine klare Grundlage für die Umsetzung.
Was bedeutet der Agentursieger-Titel im Bereich „Webdesign“ für Sie?
Sergej Hermoni: Der Agentursieger-Titel ist für uns vor allem eine Bestätigung dafür, dass sich konsequente Qualitätsarbeit auszahlt. Webdesign bedeutet für uns nicht nur eine gute Oberfläche, sondern das Zusammenspiel aus Gestaltung, Nutzerführung, Technik, Performance und den wirtschaftlichen Zielen des Kunden.
Besonders freut mich, dass damit die Arbeit des gesamten Teams sichtbar wird. Hinter einem guten Projekt stehen bei uns Designer, Entwickler, 3D- und Motion-Spezialisten, Projektmanagement und Marketing, die eng zusammenarbeiten.
Gleichzeitig ist der Titel für mich kein Endpunkt. Er motiviert uns, weiter an anspruchsvollen Projekten zu arbeiten, neue Technologien sinnvoll einzusetzen und Websites zu entwickeln, die nicht nur gut aussehen, sondern für unsere Kunden auch messbar etwas bewirken.