Interview: HECHT INS GEFECHT

Wann und warum wurde Ihre Agentur gegründet?
Johannes Windolph: HECHT INS GEFECHT wurde 2021 von uns Brüdern Benny und Johannes Windolph gegründet. In den ersten Jahren nach der Gründung haben wir Online-Shops und Websites gebaut und für Suchmaschinen optimiert. Dabei haben wir aus erster Hand gesehen, woran eine gute Suchmaschinen-Optimierung häufig scheitert – und was sie gelingen lässt: eine schnelle technische Basis, eine logische Struktur in Kategorien und Produktseiten sowie einheitliche Markensignale. Dass unser Ansatz funktioniert, haben wir 2025 beim SEO-Contest von Agenturtipp bewiesen: Dort haben wir den 1. Platz für die KI-Sichtbarkeit und den 3. Platz für die Google-Suche abgeräumt.
Was unterscheidet Ihre Agentur von anderen?
Johannes Windolph: Wir haben häufig beobachtet, dass Agenturen Content erstellen, direkt am CMS eines Kunden schrauben oder Backlinks aufbauen. Wir gehen einen anderen Weg, weil für uns ein beratender Ansatz mit unseren Kunden am besten funktioniert.
Wir befähigen kleine Inhouse-Teams, die Maßnahmen, die wir gemeinsam analysieren, selbst umzusetzen, und briefen das Marketing zu Content-Erstellung und optimalen Seitenstrukturen. Für uns ist das die ideale Kombination: tiefe Produktexpertise beim Team des Kunden, SEO- und GEO-Know-how auf unserer Seite.
Welche Vision verfolgt Ihre Agentur heute?
Johannes Windolph: Vision ist ein großes Wort. Wir möchten ein wertvoller Partner für unsere Kunden sein – und auch bleiben. Viele unserer Kunden hatten zuvor weniger gute Erfahrungen mit anderen Agenturen. Genau deshalb ist unser Ehrgeiz groß, zu zeigen, dass es auch anders geht. Dazu gehören für uns drei Dinge: ein klarer Plan, eine wertschätzende Zusammenarbeit und ein konsequenter Wissenstransfer ins Inhouse-Team. So verstehen unsere Kunden mit der Zeit selbst, was wirklich wichtig ist.
Welche Kernleistungen bietet Ihre Agentur an?
Johannes Windolph: Wir bieten unseren Kunden zwei Wege der Zusammenarbeit. Erstens: SEO- und GEO-Audits, die wir in drei Wochen abschließen und mit einem priorisierten Maßnahmenplan übergeben. Zweitens: eine SEO- und GEO-Begleitung über mindestens neun Monate. Für diesen Weg entscheiden sich die meisten Kunden – im Durchschnitt zeigen sich schon im dritten Monat erste signifikante Ergebnisse.
Welche Leistungen werden aktuell am meisten nachgefragt?
Johannes Windolph: Eindeutig die Kombination aus GEO und klassischem SEO. Bei vielen ist gerade der Groschen gefallen: Sichtbarkeit nur bei Google reicht nicht mehr. Wer in ChatGPT, Perplexity oder Gemini fehlt, verliert langfristig den Anschluss. Unsere Audits decken beides ab und sind häufig der Einstieg in eine längere Begleitung.
Welche Trends prägen aktuell den Bereich „Suchmaschinenoptimierung“?
Johannes Windolph: Wir erleben eine massive Verschiebung weg von der klassischen Google-Suche, hin zur Produkt- und Markensuche in LLMs. ChatGPT, Perplexity und Gemini setzen sich dort zunehmend durch, denn Nutzer finden in kürzester Zeit sehr spezifische Lösungen für ihre Anforderungen. Auch unsere Kunden merken, dass die Klicks aus der Google-Suche zurückgehen. Wir kompensieren das, indem wir gezielt Sichtbarkeit in den KI-Suchsystemen aufbauen.
Aus unserer Erfahrung ist die Conversion-Rate von Nutzern, die sich dort über ein Produkt oder eine Marke informieren, deutlich höher. Wir messen Werte von bis zu 22 Prozent. Aus der klassischen Google-Suche kennen wir 2–3 Prozent. Das ist fantastisch.
Welche Fehler sehen Sie häufig bei Projekten im Bereich „Suchmaschinenoptimierung“?
Johannes Windolph: Was uns auffällt: Viele Agenturen arbeiten noch immer nach Schema F. Bei jedem Online-Shop wird dasselbe gemacht. Den Kunden wird vermittelt, dass Content und Backlinks zum gewünschten Ziel führen. Diese Maßnahmen sind für die Agentur gut kalkulierbar, entfalten aber nur bei wenigen Kunden echte Wirkung. Bei den meisten werden die wirklich relevanten Probleme gar nicht adressiert.
Bei HECHT INS GEFECHT betrachten wir das Thema holistischer. Wir analysieren bei unseren Kunden alle SEO-Herausforderungen und priorisieren die schwerwiegendsten Probleme nach oben auf die Agenda. Unsere Kunden kämpfen häufig mit ganz spezifischen Problemen, die individuelle Lösungen brauchen und sich nicht eins zu eins auf andere Kunden übertragen lassen.
Worauf sollten Unternehmen bei der Agenturauswahl achten?
Johannes Windolph: Das Bauchgefühl ist immer ein guter Indikator dafür, ob eine Agentur oder ein Dienstleister gute Arbeit macht oder nur gut klingt. Neben relevanten Branchen-Auszeichnungen – wie etwa hier bei Agenturtipp – würde ich darauf achten, dass derjenige, der dir im Sales-Prozess gegenübersitzt und deine Fachfragen beantwortet, auch in der Zusammenarbeit dein Ansprechpartner bleibt. Manchmal sitzt später nur noch der Junior im Agentur-Call.
Eine Agentur sollte außerdem komplexe Themen in einfacher Sprache erklären können und bei den aktuellen Entwicklungen wie AI Search Schritt halten. Wenn dein Ansprechpartner bei diesen Themen ins Stottern gerät, ist er vermutlich nicht der richtige für die kommenden Jahre.
Welche Kunden passen besonders gut zu Ihrer Agentur?
Johannes Windolph: Als kleine Agentur mit fast familiärer Betreuung passen inhabergeführte E-Commerce-Brands mit kleinem Marketing-Team und ab zwei Millionen Euro Jahresumsatz am besten zu uns. Bei dieser Größe erreichen wir sehr schnell sehr gute Ergebnisse, weil die Wege zwischen Strategie, Planung und Umsetzung kurz sind. Gleichzeitig haben diese Unternehmen oft komplexe technische und strukturelle Setups, die Spezialistenwissen erfordern.
Was war Ihr spannendstes Projekt im Bereich „Suchmaschinenoptimierung“?
Johannes Windolph: Ein Online-Shop kam zu uns, weil die vorherige große SEO-Agentur nicht mehr weiterwusste. Laut deren Aussage war an den Rankings der wichtigsten Keywords nichts mehr zu machen – insbesondere die Top-Positionen seien nicht zu erreichen. Der Grund: Das Haupt-Keyword fehle im Domain-Namen.
Wir haben uns die Website angeschaut. Das eigentliche Problem lag in der Struktur: Der Blog dominierte alle Rankings, die Shop-Kategorien tauchten nirgendwo auf. Wir haben beides sauber getrennt, neue Content-Silos für die Kategorien aufgebaut und die Redirect-Architektur saniert. Vier Monate später hatten wir genau das Ziel erreicht – ohne Keyword-Domain. Auf den Erfolg angesprochen, hat die alte Agentur dem Kunden die letzte Monatsrechnung zurückerstattet. Das hat uns für den Kunden gefreut.
Was bedeutet der Agentursieger-Titel im Bereich „Suchmaschinenoptimierung“ für Sie?
Johannes Windolph: Erstmal freut es uns. Als kleine Agentur ganz oben mitzuspielen, ist nicht selbstverständlich. Gleichzeitig ist es für uns kein Anlass, uns zurückzulehnen. Suchmaschinen verändern sich gerade rasend schnell. Wir möchten auch in Zukunft mit unserer Expertise und unserer Kundenzufriedenheit ganz vorne mitspielen.